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Frühlingserwachen

Wieder einmal habe ich viel zu viele Wochen vorübergehen lassen ohne hier irgendetwas Neues zu berichten oder mehr von all den Dingen hinzufügen, die ich ursprünglich noch für diese Seite im Sinn hatte. Wenn es überhaupt eine Entschuldigung dafür gibt, dann ist es, dass ich mich vor etwa 2 Monaten doch dafür entschieden habe, Düsseldorf, die Stadt, die für etwas mehr als 9 Jahre mein Zuhause war, zu verlassen und gut 600 km quer übers Land zu ziehen, zurück in meine Heimatstadt Rostock, um in der Nähe von meiner Familie, meinen Freunden und meiner großen Liebe, dem Meer, zu sein. Ich wußte schon im Vorfeld, dass es aufgrund meiner aktuellen Jobsituation als autodidaktische Künstlerin, die versucht herauszufinden, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen indem sie tut was sie liebt, nicht leicht sein wird, eine Wohnung zu finden und auch, dass ich dafür wohl einige Kompromisse eingehen muß, aber am Ende hatte ich dann doch Glück und habe etwas gefunden, das meinen Ansprüchen ganz gut gerecht wurde.

Einer meiner größten Wünsche war, endlich ein drittes Zimmer zu haben, das ich als Büro/ Studio/ Kunsterschaffungsraum nutzen kann, da ich doch ziemlich schnell gemerkt habe, wie schwierig es ist, an einem Schreibtisch im Wohnzimmer zu arbeiten, ganz in der Nähe der Versuchung, die sich in Form meines großen, roten Sofas präsentierte. Vor etwa drei Woche hatte ich dann all meine Sachen in Düsseldorf zusammen gepackt und konnte endlich meine neue Wohnung in Rostock beziehen, die ich seitdem langsam in eine Zuhause verwandelt habe. Es gibt noch immer viele kleine Dinge zu tun, Lampen zu installieren und Bilder aufzuhängen, und auch noch ein paar Probleme zu lösen, denn ich habe noch keinen funktionierenden DSL-Anschluß und muß diese Zeilen daher auf dem Laptop im Wohnzimmer meiner Eltern tippen. Glückerweise brauche ich jetzt nur noch etwa 10 Minuten mit dem Fahrrard, um dort hin zu kommen, was bedeutet, dass ich wann immer ich möchte einfach mal durch den Garten wandern oder mit dem Hund spielen kann. Heute morgen, als ich in der Küche eine Banane gegessen habe, sah ich draußem vor dem Fenster eine große Möwe am Elsternest im nahe gelegenen Weidenbaum vorbei fliegen und später, als ich mit dem Hund spazieren war, entdeckte ich einen Vogel, der einen großen Regenwurm aus der Erde zog, und einen Spatzen, der mit einer Amsel in einer Pfütze am Straßenrand badete. Ich kann jeden Tag beobachten, wie sich die Natur um mich herum verändert anstatt mitten in der Stadt in meiner Wohnung zu sitzen und nicht zu wissen, wohin ich gehen soll. Und auch wenn es noch so viele Unsicherheiten und Zeifel gibt, wie die Zukunft wohl aussehen wird und welche meiner Ideen ich tatsächlich realisieren kann, habe ich trotzdem das Gefühl, das es die richtige oder zumindest eine gute Entscheidung war, den Schritt zurück in die Heimat zu wagen.

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